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Religionskritik ist kein Verbrechen!

Der 21-jährige Sina Dehghan muss um sein Leben fürchten. Er wurde im Iran wegen "Beleidigung des islamischen Propheten" zum Tode verurteilt. Das Oberste Gericht bestätigte das Urteil und bezog sich dabei auf Kommentare, die er in den sozialen Netzwerken tätigte.

Bereits im Oktober 2015 wurde Sina Dehghan festgenommen und im Gefängnis von Arak inhaftiert, nachdem er islamkritische Inhalte über den Messenger-Service "Line" verbreitet hatte. Ein Gericht verurteilte ihn schließlich zum Tode und berief sich dabei auf Paragraf 262 des überarbeiteten Strafgesetzbuches des Iran. Dort heißt es: "Jeder, der den islamischen Propheten oder andere Propheten verflucht oder sie des Ehebruchs beschuldigt, ist als schuldig [...] zu betrachten und wird mit dem Tode bestraft."

Laut dem Center for Human Rights in Iran (CHRI) wurde das Urteil Ende Januar vom obersten Gerichtshof bestätigt. Zuvor versprachen die Sicherheits- und Justizbehörden, dass Sina Dehghan eine bessere …
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Wir sagen Nein zur Todesstrafe!

Die Todesstrafe ist staatlich legitimierter Mord, der mit den Menschenrechten unvereinbar ist. Vergeltung und Rache können kein humanes und zeitgemäßes Ziel der Rechtsprechung und Strafe sein, bei denen Justizirrtum und Missbrauch nie vollständig auszuschließen sind. Auch die vermeintlich pragmatische Funktion der Todesstrafe als Abschreckungsinstrument wurde bisher in keinem Land der Welt nachgewiesen. Die Statistiken weisen vielmehr darauf hin, dass kein Zusammenhang zwischen der Todesstrafe und dem Vorkommen schwerer Verbrechen existiert. In Staaten ohne Todesstrafe sind die Mordraten sogar vergleichsweise niedriger.

Von der Todesstrafe sind Menschen bedroht, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Meinungsäußerung, ihrer weltanschaulichen Positionierung oder der Abkehr vom Glauben (Apostasie) diskriminiert und verfolgt werden.